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Die Mistel (Viscum album)

Die Mistel, Vogelnest oder Hexenbesen, KnĂ€uel oder runder Busch. Gesehen hat sie wohl jeder schon, denn sie nistet sich weit oben in den BĂ€umen ein und verleiht so dem Baum ein spezielles Aussehen. Manchmal, jedoch Ă€usserst selten, hat man das GlĂŒck, dass ein edler Ritter sich mutig an den Baum wagt und seiner Holden Misteln pflĂŒckt, vor allem dann, wenn er weiss, dass sie sich daran erfreut und daraus RĂ€ucherwerk herstellt. Misteln, gerĂ€uchert, wirken gegen negative KrĂ€fte und ziehen gute Energien an.

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Miraculix

Der Druide Miraculix, allseits bekannt aus den Asterix BĂŒchern, wusste um ihre heilende Eigenschaft. Mit seiner goldenen Sichel schnitt er jeweils Misteln in kleine StĂŒcke und braute daraus seinen bekannten Heiltrank.
Doch Paracelsus sagte einst, "die Dosis macht das Gift", und so muss man wissen, dass auch die Mistel, falsch verarbeitet und konsumiert, giftig ist, in der alternativen Krebstherapie aber scheinbar richtig angewendet, durchaus Erfolge erzielt.

Der keltische Priester

Die keltischen Druiden nannten sie als "die direkt vom Himmel Gefallene". Zu einem bestimmten Zeitpunkt des Jahres, dem 6. Tag nach dem Winterneumond, holte sie ein keltischer Priester unter Geleit einer grossen Menschenmenge, von einem Baum. Er wusste um ihre Heilkraft und ehrte sie. Misteln, welche auf einer Eiche wuchsen, galten als besonders wertvoll und heilkrĂ€ftig.
Schutz

Misteln im Haus und Stall aufgehÀngt (weit oben, damit die Tiere sich nicht durchs Fressen daran vergiften), soll Mensch und Tier vor böser Hexerei bewahren, schwarzer Magie, Voodoo-Zauber, also Zauber, der schadet.

Weihnachtszauber

Mistelzweige an die Zimmerdecke gehĂ€ngt, zaubert eine weihnachtliche und romantische Stimmung herbei. Und wer kennt ihn nicht, den Brauch, der besagt, wenn ein Mann per Zufall ;-) einer Frau unter einem Mistelzweig begegnet, er das Recht hat, sie zu kĂŒssen. Die Mistel bringt sodann GlĂŒck und ĂŒbertrĂ€gt gute WĂŒnsche ins neue Jahr.

Text und Bilder: Silvia Cristini, Quellen: Getrud Scherf, "Zauberpflanzen, HexenkrÀuter" und Wissen aus eigener Erfahrung und ErzÀhlungen krÀuterkundigen Frauen